
Bin etwas im Hintertreffen mit dem Bericht, deshalb schreibe ich jetzt bereits aus Südkalabrien… aus der Hängematte mit Blick aufs Meer…
16.5.2024
Es geht quer durch die Berge und vom Süden Sizliens an die Nordküste nach Cefalù. Auf einem der beiden Campingplätze, ca. 3 km von der Stadt entfernt, quartieren wir uns ein. Der Strand ist nichts Späktakuläres, nur sehr klein, aber wir wollen ja nicht baden, sondern uns Cefalù ansehen. Es gibt einen Bus direkt vor dem Campingplatz, der uns am nächsten Tag in die Stadt bringen wird.
17.5.2024
Frühmorgens machen wir uns auf um nach Cefalù reinzufahren, es hat dann noch nicht so viele Leute und für Fiona ist es dann auch nicht so stressig.
Cefalù ist eine Küstenstadt im Norden von Sizilien. Sie ist bekannt für ihre normannische Kathedrale, ein festungsähnliches Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert mit aufwändigen byzantinischen Mosaiken und dem imposanten Rocca di Cefalù der über der Stadt trohnt.
Wir schlendern durch die hübschen Gassen, vorbei an einem Mittelalterlichen Waschplatz (stammt wahrscheinlich aus arabischer Zeit und wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts von der Stadtbevölkerung genutzt. Ein natürlicher Wasserlauf wird durch mehrere in den Felsen gehauene Becken mit steinernen Waschbrettern geleitet), dann zum Dom, wo ich im Café Duomo das von meiner Kollegin Concetta hochgepriesene Glace im Brioche probieren muss. Ist wirklich sehr gut.
Weiter geht’s den Berg hoch, und da sehe ich ein Plätzchen bei einem Restaurant mit Blick zum Meer und habe mich gleich verliebt, doch es ist noch etwas früh für ein Mittagessen und zudem hatte ich ja gerade das Glace. Also laufen wir runter zum Hafen. Als wir nach einer Stunde wieder dort vorbeilaufen, ist dieser Platz immer noch frei…. Das ist ein Zeichen! Wir haben dann ein kleines Mittagessen dort eingenommen.. wunderbar!
18.5.2024
Wir stehen früh auf um den ersten Bus nach Cefalù zu erwischen, wir wollen hoch zum Rocca di Cefalù, und ab 11 Uhr wird es doch schon recht heiss. Auf dem Weg dorthin in einer Gasse ist ein kleiner heftig kläffender Hund angeleint vor einer Haustür, ich will gerade einen Weg weit genug entfernt an ihm vorbeilaufen mit Fiona, dann passiert es. Der Kläffer reist die Leine durch und stürmt auf Fiona zu, ich kann sie gerade noch hochheben bevor diese kleine Bestie Fiona beisst. Leider ist mein Bein dazwischen geraten und der Köter schnappt mich ins Bein.
Durch meinen Schrei kommt die Besitzerin rennend aus dem Hauseingang und nimmt den Hund beim Kragen und sperrt ihn ein. Sie fragt mich „ hätts Ihne öppis gemacht?“. Ich weiss nicht ob ich nun mehr erschrocken bin, ab dem Hundeschnapp oder das sie schweizerdeutsch spricht! Erst als ich antworte meint sie, „ oh nei denn sind das au no Schwitzer, chömed nach Cefalù und wärdet no bisse.“ Sie entschuldigt sich mehrmals, und ich bin froh, dass sie deutsch spricht. Auf Italienisch wäre das sicher schwieriger gewesen. Der Hund hat zum Glück nur geschnappt und nicht zugebissen, ich habe nur eine Schramme, die aber nicht blutet (am nächsten Tag wird es dann recht blau).
Wir besteigen den Rocca und sind froh, dass wir früh los sind. Es wird schon sehr heiss und teilweise ist es recht steinig. Die Aussicht auf die Stadt ist toll. Auf dem Runterweg kommen uns dann einige Touristen entgegen. Bevor wir den Bus zurücknehmen, kaufen wir noch frisches Gemüse auf dem Wochenmarkt ein.